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Estepona (3)

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Andalusien gibt zum Abschied noch einmal alles und ballert bei wolkenlosem Himmel noch mal 25 Grad nach Estepona. Ella und Mama waren - wie eigentlich täglich - im Meer baden, Papa schaffte es immerhin bis zur Hüfte und Oscar gelang es, gegen 17:00 den Schlafanzug auszuziehen, um mit seiner Schwester einen Spaziergang zu den Fischen und auf den Steg zu machen. Auch eine ziemlich starke Leistung.  Morgen wird uns hoffentlich um 7:50 ein bestelltes Taxi zum Busbahnhof nach Estepona fahren. Dort besteigen wir dann den Bus zum Flughafen Malaga und dann geht es nach Hause. Tiefkühlpizza und ein paar verpasste Fernseh-Highlights warten auf die Familie.  Jetzt aber beenden wir diesen kleinen Reisebericht. Wichtiges ist zu tun: der noch gut gefüllte Kühlschrank muss leergegessen und leergetrunken werden. Außerdem wartet ein fröhliches Skat-Kloppen auf uns. Adios. 

Estepona (2)

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Gab es in den vergangenen Tagen hier in Andalusien irgendwann gefen Mittag immer den verlässlicheen Wechsel von Grau zu Blau, so blieb es heute beim Grau. Sonnenstunden: Nada. Wäre dieser Tag ein Diät-Eis, dann ein Solero-Zero. Und so macht jeder das Beste aus diesem trüben Tag. Oscar beispielsweise hatte zuletzt trainiert, sämtliche 94 Provinzen Österreichs auf einer Karte zu finden. So weit, so gut. Im weiteren Verlauf des Urlaubs, und hier werden Mediziner langsam hellhörig, hatte er sein Provinzen-Wissen noch um die 33 Provinzen der Dominikanischen Republik erweitert und nun beschäftigt er sich mit den 88 Provinzen der Philippinen. Desweiteren simuliert er Fußball-Weltmeisterschaften und schreit aus der dritten Etage mit Blick aufs Meer glücklich so Dinge wie "Norwegen gegen Serbien" zu uns herunter. Das Kind ist glücklich. Mama dagegen war völlig anders drauf: "Ich geh jetzt nach Estepona", sprach sie und verschwand. Später erreichten un...

Estepona

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Dass uns ausgerechnet am ersten Tag ohne Termine eine volle Stunde geschenkt wird, ist vollkommen absurd. Wir nehmen sie natürlich trotzdem gerne. Eine Stunde mehr Andalusien im Herbst, eine Stunde weniger Berlin im April - das ist an sich schon ein fairer Tausch. Gesten Abend besuchten wir noch einmal den hiesigen Supermarkt, den wir liebevoll ALDO nennen, denn das klingt mehr nach Urlaub als ALDI. Dort überkam dem Herr des Hauses an der Kasse die totale Sprachen-Konfusion. Nach dem verwirrenden Englisch-Spanisch-Deutsch-Gebrabbel der letzten Tage wurde die Transaktion an der Kasse deshalb mit einem der vollkommenen Hilflosigkeit entwachsenen "Dinki-Danke" beendete, worüber sich der Spanische Kassierer im Übrigen keineswegs wunderte.  Die Must-Sees hier (nicht unbedingt auf Alhambra-Level, aber auch toll): Erstens unter einer Brücke schwimmen viele Fische, die durchdrehen, wenn man sie füttert und dann einen wilden schnappenden Wirbel bilden und zweit...

Gibraltar - Estepona

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Der Bus, den wir nehmen wollten, um nach Estepona zu fahren, fährt samstags nicht. Also organisierte die Tochter gestern in feinstem Castellano einen anderen, durchaus samstagsfahrenden Bus. Zwei Stunden später als der imaginäre Bus sollte der reale fahren. Und was macht man in zwei geschenkten Stunden? Man checkt noch mal in Gibraltar ein und steht an der Schranke, während der Airbus startet. Dann kauft man im Sportgeschäft noch ein Trikot für den Sohn. "He's interested in all Football-Clubs of Gibraltar", sagten wir zum verschlafen wirkenden Verkäufer im Sportartikel-Geschäft.  Im Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass dieser selber gestern noch als Spieler auf dem Platz stand, als wir ihm auf der Tribüne zujubelteb. Wir logen, dass er Oscars absoluter Lieblingsspieler sei, fragten nach einem Foto und sicherheitshalber auch nach seinem Namen (Kieron Garcia) und der Rückennummer (74). Gibraltar ist so klein. Alles quetscht sich ineinander...

Gibraltar

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Nach einer Vier-Sterne-Nacht folgte das Vier-Sterne-Frühstück. Spanisches Frühstück links, britisches Frühstück rechts - Gibraltar halt. Und dann sprach Papa stolz, er habe Macadamia-Nüsse vom Buffet mitgebracht, biss in eine von ihnen hinein und hörte leider etwas zu spät die entsetzte Familie schreien, dass das absolut keine Nuss, sondern eine Knoblauchzehe sei. Recherchen, nachdem die Geschmacksexplosion verkraftet war, ergaben zudem leider, dass sich die Ähnlichkeit zwischen Macadamia-Nüssen und Knoblauch in recht engen Grenzen hält.  Anschließend liefen wir nach Gibraltar rüber. Gibraltar ist ja so klein, dass der Flughafen nicht ganz hinein passt. Die Hauptverkehrsstraße führt deshalb genau über die Landebahn. Immer mal wieder bimmelt es dort, eine Schranke geht anschließend hinunter und eine automatische Ansage verkündet lässig, dass man nun in den nächsten Minuten nicht mehr hinüber könne, denn es folge eine Flugzeug-Sache, Start oder Landung oder so...

Cordoba - Gibraltar

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Zu Beginn dieses Eintrags finden sich noch Bilder von gestern Abend: Cordoba zeigte sich nach Sonnenuntergang von einer extrem fotogenen Seite. Wir ließen auf der Mauer der Mezquita sitzend und Tortilla kauend jedenfalls nicht viel an Klischees aus. Und nun, um ehrlich zu sein, sind wir nicht direkt in Gibraltar, sondern im angrenzenden La Linea, dem Märkischen Viertel Spaniens, untergekommen. Häuserschluchten, verlassene Marktplatzbuden... Aber im Gegensatz zum Märkischen Viertel glitzert gegenüber halt Gibraltar. Und was hat Mama da bitteschön gebucht?! Ein Vier-Sterne-Hotel mit Pool und 220 Zimmern. Davon schätzungsweise 213 frei. Wir sind baff.  Nach der Cordoba-Wohnung ohne Fenster, in der die Eltern gestern bis etwa 2 Uhr nachts im eigenen Schweiß badeten, ehe sie die Tür zu den Kindern öffneten, welche die Klimaanlage volles Rohr laufen ließen und vor sich hin bibberten, ist das nun ein Upgrade, das sich fast nicht verkraften lässt. Sitzt ...

Granada - Cordoba

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Dreizehn Kilometer latschen, früh aufstehen und wieder dreizehn Kilometer latschen. Unser Urlaubsbeginn in Andalusien ist nichts für den Typ "Eis, Strand, Buch". Der wohnt natürlich auch in uns, wird aber erst später glücklich gemacht. Heute früh fing es vor Sonnenaufgang die Hügel Granadas hinab und mit dem Zug nach Cordoba.  Dort unternahmen wir mal wieder eine geführte Walking-Tour, deren internationalen Glamour ein muffiger Typ aus New York und eine Reisegesellschaft aus Bielefeld sicherstellte.  Der Guide erzählte viel von der religiösen Mischung, die schon Granada ausgemacht hat. Hier ein Sultan, dort ein Bischof. Fragen? Hatten die Zuhörer aus Bielefeld, Berlin und NY nicht. Als es aber um das Spezial-Essen Cordobas ging, für das man Tomaten und Brot zusammenpampen muss, da gab es doch interessierte Rückfragen beiderseits des Atlantik. Da konnten Sultan und Bischof noch so viel jahrhundertelangen Zwist haben, sobald es ums Essen geht, zeigt sich das wahre t...